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Foundation vor oder nach dem Concealer? Erst Augen oder erst Teint? Wann kommt eigentlich Puder drauf? Und braucht man Bronzer, Rouge und Highlighter wirklich alle gleichzeitig?
Wer gerade erst mit Make-up anfängt, kann sich zwischen Tutorials, Produktnamen und scheinbar unumstößlichen Beauty-Regeln ziemlich schnell verloren fühlen.
Dabei ist Schminken eigentlich viel einfacher, als es auf den ersten Blick aussieht.
Du brauchst weder zwanzig Produkte noch eine Schminkroutine, bei der du morgens eine halbe Stunde früher aufstehen musst. Vor allem gibt es nicht die eine Reihenfolge, die für jeden Menschen unter allen Umständen richtig ist.
Trotzdem hilft eine sinnvolle Grundstruktur enorm.
Gerade bei Make-up für Anfänger sorgt eine feste Reihenfolge dafür, dass sich Produkte leichter auftragen lassen und du nicht ständig überlegen musst: „Was kommt jetzt eigentlich?“
Das Grundprinzip ist simpel: Zuerst bereitest du deine Haut vor. Danach gleichst du den Teint aus. Anschließend gibst du dem Gesicht mit Rouge, Bronzer oder Highlighter wieder etwas Dimension. Danach folgen Augenbrauen und Augen – und zum Schluss die Lippen.
Klingt schon übersichtlicher, oder?
Und das Beste: Du musst nicht jeden einzelnen Schritt machen.
Wenn du keine Foundation möchtest, lässt du sie weg. Wenn Bronzer nicht dein Ding ist, brauchst du keinen. Wenn du morgens nur Mascara, Rouge und Lippenpflege tragen möchtest – ebenfalls völlig in Ordnung.
Dieser Guide zeigt dir deshalb nicht, was du alles benutzen musst, sondern welche Reihenfolge für einen klassischen Look sinnvoll ist. So kannst du dir anschließend deine ganz persönliche Routine zusammenstellen.
1. Vorbereitung und Teint: Die Basis für ein schönes Make-up
Bevor überhaupt Farbe ins Gesicht kommt, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Haut.
Make-up sitzt meistens schöner, wenn die Haut sauber und ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass du vor dem Schminken eine komplizierte zehnstufige Pflegeroutine brauchst.
Ein paar einfache Schritte reichen.
Schritt 1: Hautpflege und Sonnenschutz
Beginne mit deiner normalen Gesichtspflege.
Nach der Reinigung kommt eine Feuchtigkeitscreme, die zu deiner Haut passt. Bei trockener Haut kann sie etwas reichhaltiger sein, bei öliger Haut eher leicht.
Tagsüber gehört außerdem ein geeigneter Sonnenschutz in deine Pflegeroutine.
Lass die Produkte kurz einziehen, bevor du mit dem Make-up beginnst.
Wenn du direkt auf eine noch sehr feuchte oder klebrige Cremeschicht Foundation gibst, kann sie sich ungleichmäßig verteilen oder mit der Pflege vermischen.
Ein Primer ist optional.
Ja, wirklich.
Beauty-Videos vermitteln manchmal den Eindruck, ohne Primer könne überhaupt kein vernünftiges Make-up entstehen. Das stimmt so nicht.
Wenn deine Foundation auf deiner normalen Pflege schön sitzt und hält, brauchst du nicht zwangsläufig ein zusätzliches Produkt.
Primer kann allerdings hilfreich sein, wenn du beispielsweise:
- sehr schnell glänzt,
- trockene Stellen ausgleichen möchtest,
- sichtbare Poren etwas optisch glätten willst,
- oder eine besonders lange Haltbarkeit brauchst.
Dabei muss er nicht einmal auf das komplette Gesicht.
Wenn hauptsächlich die T-Zone schnell glänzt, kannst du einen mattierenden Primer beispielsweise nur dort verwenden.
Schritt 2: Foundation auftragen
Jetzt kommt die Foundation – sofern du überhaupt eine verwenden möchtest.
Für Make-up-Anfänger ist eine leichte bis mittlere Deckkraft oft einfacher als eine extrem deckende Foundation. Du kannst das Produkt in dünnen Schichten aufbauen und behältst mehr Kontrolle über das Ergebnis.
Beginne mit einer kleinen Menge.
Setze die Foundation vor allem in der Gesichtsmitte an, also dort, wo häufig Rötungen und Unebenheiten auftreten. Verteile sie anschließend nach außen.
Am Haaransatz und entlang des Kiefers sollte möglichst wenig Produkt liegen, damit keine sichtbaren Übergänge entstehen.
Zum Auftragen kannst du verwenden:
- deine Finger,
- einen Foundation-Pinsel,
- ein Make-up-Schwämmchen.
Keine Methode ist grundsätzlich „richtiger“.
Mit den Fingern lässt sich ein leichtes Produkt oft sehr natürlich verteilen. Ein feuchtes Schwämmchen erzeugt häufig ein dünnes Finish, während ein Pinsel je nach Modell etwas mehr Deckkraft ermöglichen kann.
Probier aus, womit du am besten zurechtkommst.
Wichtig ist vor allem: nicht sofort zu viel Foundation verwenden.
Du kannst jederzeit noch etwas hinzufügen. Eine dicke Schicht wieder natürlich aussehen zu lassen, ist wesentlich schwieriger.
Wenn du bei diesem Schritt tiefer einsteigen möchtest, findest du eine ausführliche Anleitung in „Foundation richtig auftragen: So wirkt der Teint natürlich“. Dort geht es genauer um Vorbereitung, Auftragetechniken, Übergänge und typische Fehler.
Schritt 3: Concealer gezielt einsetzen
Nach der Foundation folgt in der klassischen Reihenfolge der Concealer.
Warum danach?
Weil die Foundation bereits einen Teil der Rötungen und Schatten ausgeglichen hat. Dadurch siehst du besser, wo überhaupt noch zusätzliche Deckkraft nötig ist.
Vielleicht brauchst du viel weniger Concealer, als du vorher gedacht hast.
Unter den Augen reicht häufig eine kleine Menge am inneren Augenwinkel und an den dunkelsten Stellen.
Bei Pickeln oder Rötungen verwendest du Concealer punktuell.
Ein Fehler, den man häufig sieht: Concealer wird automatisch in riesigen hellen Flächen unter die Augen gemalt.
Das kann bei einem bestimmten Make-up-Look funktionieren, ist für einen normalen Alltagslook aber überhaupt nicht notwendig.
Je weniger Produkt du brauchst, desto leichter wirkt das Ergebnis.
2. Puder, Bronzer und Rouge: Jetzt bekommt das Gesicht wieder Dimension
Nachdem Foundation und Concealer aufgetragen sind, kann das Gesicht zunächst etwas gleichmäßig wirken.
Das ist logisch.
Foundation soll Farbunterschiede reduzieren – nimmt dabei aber häufig auch etwas von der natürlichen Farbe aus den Wangen.
Jetzt kommen Produkte ins Spiel, die dem Gesicht wieder mehr Lebendigkeit geben.
Schritt 4: Puder – aber bitte nicht automatisch überall
Puder hilft dabei, cremige Produkte zu fixieren und Glanz zu reduzieren.
Du musst deswegen aber nicht dein komplettes Gesicht mattieren.
Wenn deine Haut eher trocken ist, reicht möglicherweise eine kleine Menge unter den Augen und in der T-Zone.
Bei öliger Haut möchtest du vielleicht Stirn, Nase und Kinn stärker abpudern.
Drücke das Puder lieber leicht auf, statt mit einem großen Pinsel hektisch über das gesamte Gesicht zu fahren. Besonders unter den Augen kann zu viel Puder feine Linien stärker sichtbar machen.
Auch hier gilt: langsam aufbauen.
Du möchtest nicht aussehen, als hättest du versehentlich dein Gesicht in eine Mehlschüssel gehalten.
Schritt 5: Bronzer und Rouge
Was kommt zuerst – Bronzer oder Rouge?
Beides funktioniert.
Eine übliche Reihenfolge ist Bronzer zuerst und Rouge danach.
Bronzer bringt Wärme ins Gesicht. Er wird typischerweise an den äußeren Bereichen der Stirn, an den Schläfen und leicht unterhalb beziehungsweise entlang der Wangenknochen verwendet.
Dabei geht es nicht darum, dunkle Balken ins Gesicht zu malen.
Ein guter Bronzer sollte weich mit der Haut verschmelzen.
Nimm deshalb zunächst nur wenig Produkt auf den Pinsel und klopfe Überschuss gegebenenfalls ab.
Rouge kommt anschließend auf die Wangen.
Für einen frischen Look kannst du es etwas höher auf den Wangenknochen platzieren und sanft nach außen verblenden.
Welche Farbe gut funktioniert, hängt von deinem Hautton und dem restlichen Make-up ab. Pfirsich, Rosa, Rosenholz und Apricot gehören zu den unkomplizierten Klassikern.
Gerade als Anfänger solltest du Rouge nicht unterschätzen.
Foundation allein kann das Gesicht schnell etwas flach erscheinen lassen. Ein kleiner Hauch Rouge bringt sofort Leben zurück.
Falls du einen sehr einfachen und natürlichen Alltagslook bevorzugst, findest du weitere Inspiration in „Natürliches Make-up: Schritt für Schritt zu einem frischen Look“.
Dort siehst du auch, wie wenige Produkte eigentlich nötig sind, wenn das Ergebnis besonders dezent bleiben soll.
Und Highlighter?
Der ist optional.
Wenn du einen verwenden möchtest, kommt er beispielsweise auf die oberen Wangenknochen. Ein wenig genügt meist vollkommen.
Du brauchst keinen Highlighter auf Stirn, Nase, Kinn, Wangen, Augenbrauenbogen und Oberlippe gleichzeitig.
Außer natürlich, du möchtest genau diesen starken Glow.
Dann nur zu.
3. Augenbrauen und Augen: Vom dezenten Tageslook bis zu mehr Ausdruck
Nachdem der Teint fertig ist, kannst du dich den Augen zuwenden.
Manche Menschen machen das übrigens andersherum und schminken zuerst die Augen. Besonders bei dunklem oder stark glitzerndem Lidschatten kann das sinnvoll sein, weil herunterfallende Pigmente anschließend leichter entfernt werden können.
Für einen einfachen Anfängerlook ist die klassische Reihenfolge „erst Teint, dann Augen“ aber unkompliziert.
Schritt 6: Augenbrauen in Form bringen
Augenbrauen geben dem Gesicht Struktur.
Das bedeutet nicht, dass du sie komplett neu zeichnen musst.
Sind deine Brauen von Natur aus dicht, reicht vielleicht schon ein transparentes oder leicht getöntes Augenbrauengel.
Bürste die Härchen zunächst nach oben und anschließend leicht in Wuchsrichtung.
Gibt es kleine Lücken, kannst du sie mit einem dünnen Augenbrauenstift oder etwas Puder auffüllen.
Versuche, einzelne feine Striche zu zeichnen.
Besonders am inneren Brauenbeginn solltest du vorsichtig sein. Ein stark ausgemalter, kantiger Block wirkt schnell härter als gewünscht.
Als Anfänger ist es meistens einfacher, zunächst etwas zu wenig Produkt zu verwenden.
Du kannst immer noch nachlegen.
Schritt 7: Lidschatten und Eyeliner
Für ein schönes Augen-Make-up brauchst du keine Palette mit dreißig Farben.
Drei Töne reichen für sehr viele Looks:
- einen hellen Grundton,
- einen mittleren Ton für die Lidfalte,
- einen dunkleren Ton für mehr Tiefe.
Für den Alltag funktionieren Beige, Taupe und Braun besonders unkompliziert.
Trage zunächst den helleren Ton auf das bewegliche Lid auf. Anschließend kommt ein mittleres Braun oder Taupe in die Lidfalte.
Verblende die Übergänge gut.
Wenn du mehr Tiefe möchtest, kannst du eine kleine Menge eines dunkleren Tons am äußeren Augenwinkel verwenden.
Welche Farben besonders harmonisch wirken, hängt auch von deiner Augenfarbe ab. Dafür findest du bei uns eigene Guides für Make-up bei grünen Augen und Make-up bei braunen Augen.
Und Eyeliner?
Keine Pflicht.
Gerade schwarzer flüssiger Eyeliner kann anfangs etwas Übung brauchen. Wenn dir die Linie ständig verrutscht, musst du dich nicht jeden Morgen damit quälen.
Ein dunkelbrauner Lidschatten oder Kajal direkt am Wimpernkranz ist wesentlich fehlertoleranter.
Die Linie darf weich sein.
Kleine Unebenheiten lassen sich mit einem Pinsel oder Wattestäbchen leicht verblenden.
Ein perfekter Wing ist keine Aufnahmeprüfung für Make-up.
Schritt 8: Mascara
Mascara kommt normalerweise ziemlich weit am Ende des Augen-Make-ups.
Setze die Bürste nah am Wimpernansatz an und ziehe sie langsam nach oben.
Eine Schicht reicht für einen natürlichen Look häufig völlig.
Für mehr Intensität kannst du eine zweite Schicht auftragen, bevor die erste komplett durchgetrocknet ist.
Wenn Wimpern stark verkleben, hilft ein sauberes Wimpernbürstchen.
Und falls etwas Mascara aufs Lid gerät?
Nicht sofort hektisch daran herumwischen.
Lass den Fleck kurz trocknen. Danach lässt er sich häufig mit einem trockenen Wattestäbchen wesentlich leichter entfernen.
Klingt banal, spart aber erstaunlich viel Frust.
4. Lippen und Finish: So wird aus einzelnen Schritten ein kompletter Look
Jetzt ist der Großteil geschafft.
Der Teint sitzt, die Wangen haben wieder Farbe und die Augen sind betont.
Fehlen noch die Lippen – und eventuell ein letzter Blick darauf, ob alles zusammenpasst.
Schritt 9: Lippen schminken
Wenn du Lippenstift tragen möchtest, kannst du zunächst etwas Lippenpflege verwenden.
Idealerweise hast du sie sogar schon ganz am Anfang aufgetragen. Dann konnte sie während des restlichen Make-ups einziehen.
Für einen schnellen Alltagslook reicht getönter Lippenbalsam oder Gloss.
Möchtest du Lippenstift verwenden, kannst du ihn direkt auftragen oder vorher Lipliner benutzen.
Lipliner hilft dabei, die Kontur sauberer zu definieren und kann die Haltbarkeit verbessern.
Du musst die Lippen dabei nicht außerhalb ihrer natürlichen Kontur zeichnen.
Gerade als Anfänger ist es oft einfacher, zunächst direkt entlang der eigenen Lippenlinie zu arbeiten.
Für einen weicheren Effekt kannst du Lippenstift auch mit dem Finger auftupfen.
Dadurch entsteht weniger Deckkraft und die Farbe wirkt natürlicher.
Schritt 10: Kontrollieren, verblenden und bei Bedarf fixieren
Und jetzt kommt ein Schritt, der erstaunlich wichtig ist:
Geh vom Spiegel weg.
Viele Fehler entstehen, weil wir unser Make-up aus zehn Zentimetern Entfernung beurteilen.
Aus normaler Gesprächsdistanz sieht ein Look oft ganz anders aus.
Schau dir das gesamte Gesicht an.
Sind beide Wangen ungefähr gleich stark geschminkt?
Sind die Augenbrauen ähnlich intensiv?
Gibt es einen sichtbaren Foundation-Rand?
Ist das Rouge zu kräftig?
Wenn etwas zu stark geworden ist, musst du nicht alles entfernen.
Ein sauberer Pinsel oder ein wenig Foundation auf einem Schwämmchen kann harte Übergänge häufig wieder weich machen.
Bei sehr starkem Rouge hilft manchmal sogar etwas transparentes Puder darüber.
Zum Schluss kannst du Fixierspray verwenden.
Auch das ist kein Pflichtprodukt.
Wenn dein Make-up im Alltag gut hält, brauchst du es nicht unbedingt. Bei langen Tagen, Feiern oder warmem Wetter kann es allerdings praktisch sein.
Damit haben wir die klassische Reihenfolge:
- Hautpflege und Sonnenschutz
- optional Primer
- Foundation
- Concealer
- Puder
- Bronzer
- Rouge
- optional Highlighter
- Augenbrauen
- Lidschatten
- Eyeliner oder Kajal
- Mascara
- Lipliner
- Lippenstift oder Gloss
- optional Fixierspray
Sieht aufgeschrieben plötzlich nach ziemlich viel aus.
Aber keine Sorge: Niemand sagt, dass du alle fünfzehn Schritte machen musst.
Für deinen Alltag könnte die Reihenfolge genauso gut so aussehen:
Feuchtigkeitspflege, Concealer, Rouge, Mascara, Lippenpflege – fertig.
Und genau das ist der entscheidende Punkt bei Make-up für Anfänger.
Die Reihenfolge soll dir Orientierung geben, keine neue To-do-Liste.
Häufige Fragen von Make-up-Anfängern
Kommt Concealer vor oder nach der Foundation?
Meistens ist Foundation zuerst sinnvoll. Sie gleicht bereits einen Teil der Haut aus, sodass du anschließend nur noch dort Concealer brauchst, wo zusätzliche Deckkraft nötig ist. Farbkorrektoren können dagegen vor der Foundation verwendet werden.
Kommt Rouge vor oder nach Puder?
Das hängt von der Textur ab. Puderrouge wird normalerweise nach dem Abpudern verwendet. Creme- oder Flüssigrouge kommt meistens vor Puder, damit es sich besser verblenden lässt.
Muss ich Foundation verwenden?
Nein. Du kannst Concealer nur an einzelnen Stellen auftragen und den restlichen Teint ungeschminkt lassen.
Was brauche ich als absoluter Anfänger?
Für den Start reichen oft Concealer oder eine leichte Foundation, Rouge, Mascara und ein Lippenprodukt. Ein Augenbrauenprodukt kann je nach deinen Brauen sinnvoll sein. Alles andere kannst du später ergänzen.
Sollte man zuerst die Augen oder zuerst die Foundation schminken?
Beides ist möglich. Bei starkem oder dunklem Augen-Make-up kann es praktischer sein, die Augen zuerst zu schminken. Für einfache Tageslooks ist Foundation zuerst völlig unkompliziert.
Schlussfolgerung: Deine Make-up-Reihenfolge darf mit dir wachsen
Wer mit Make-up beginnt, hat manchmal das Gefühl, sofort alles lernen zu müssen.
Foundation perfekt auftragen. Concealer verblenden. Contouring verstehen. Augenbrauen zeichnen. Eyeliner ziehen. Lidschatten kombinieren. Lippen konturieren.
Puh.
Dabei ist es viel sinnvoller, Schritt für Schritt vorzugehen.
Lerne zunächst, einen schönen Teint zu schminken. Danach vielleicht Rouge und Mascara. Später kommt Lidschatten dazu. Irgendwann Eyeliner – wenn du überhaupt Lust darauf hast.
So entsteht ganz automatisch deine eigene Routine.
Die klassische Reihenfolge hilft dir dabei als Orientierung: Haut vorbereiten, Teint ausgleichen, Farbe und Dimension zurückbringen, Augen schminken und zum Schluss die Lippen.
Mehr steckt im Grunde nicht dahinter.
Und wenn du irgendwann feststellst, dass du Rouge lieber vor Foundation verwendest, weil dir ein besonders weicher Effekt gefällt?
Dann mach das.
Make-up ist keine Prüfung mit einem Lösungsbogen.
Techniken helfen dir, bessere Ergebnisse zu erzielen. Sie sollen dich aber nicht einengen.
Gerade bei Make-up für Anfänger ist der wichtigste Tipp deshalb überraschend simpel: Verwende zunächst wenige Produkte und lerne sie wirklich kennen.
Wie viel Foundation braucht deine Haut?
Wo sitzt Rouge bei dir besonders schön?
Welche Mascara lässt sich angenehm auftragen?
Welche Lippenfarbe trägst du tatsächlich gern?
Das sind viel wichtigere Fragen als die Anzahl der Produkte in deiner Schminktasche.
Wenn du nach einigen Wochen morgens nicht mehr überlegen musst, was als Nächstes kommt, sondern die Handgriffe ganz automatisch ablaufen, hast du deine persönliche Routine gefunden.
Wenn du später mit saisonalen Farben experimentieren möchtest, kannst du deine Grundroutine beispielsweise mit unserem Herbst-Make-up mit warmen Farben erweitern. Für festliche Looks findest du außerdem Inspiration in „Weihnachts-Make-up: Festliche Looks von natürlich bis glamourös“.
Und dann wird aus dem anfangs etwas verwirrenden „Was kommt jetzt wohin?“ ziemlich schnell etwas, das einfach Spaß macht.

Sabine Neudorfer
Über die Autorin
Sabine Neudorfer schreibt bei Pimp Your Look über Make-up, natürliche Beauty-Looks und unkomplizierte Schminkideen. Ihr Schwerpunkt liegt auf verständlicher Inspiration, die sich auch im Alltag einfach umsetzen lässt.

