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Haare föhnen – was soll daran schon kompliziert sein? Föhn einschalten, warme Luft draufhalten, ein bisschen mit der Bürste herumwerkeln und irgendwann sind die Haare trocken. Fertig.
Nun ja. Theoretisch.
Praktisch kennt wahrscheinlich fast jeder diese Situation: Beim Friseur fallen die Haare nach dem Föhnen locker, glänzen und sehen irgendwie doppelt so gut aus. Zuhause steht der Ansatz platt am Kopf, die Spitzen fliegen in alle Richtungen und eine Seite macht grundsätzlich etwas anderes als die andere.
Der Unterschied liegt dabei häufig gar nicht in sündhaft teuren Stylingprodukten oder irgendeinem geheimen Profi-Trick. Viel entscheidender ist wie du deine Haare föhnst.
Temperatur, Luftstrom, Föhnrichtung, Abstand und sogar der Zeitpunkt, an dem die Bürste zum Einsatz kommt, beeinflussen das Ergebnis. Wer einfach sofort mit maximaler Hitze auf klatschnasses Haar loslegt, macht sich die Arbeit oft unnötig schwer.
Das Schöne daran: Haare richtig föhnen lässt sich lernen.
Du brauchst dafür weder zehn verschiedene Bürsten noch stundenlanges Styling. Schon einige kleine Änderungen können dafür sorgen, dass dein Haar glatter fällt, weniger frizzig wirkt und am Ansatz mehr Volumen bekommt.
Und nein, wir wollen morgens nicht aus einer schnellen Dusche ein 45-minütiges Friseurprojekt machen.
In diesem Guide gehen wir deshalb Schritt für Schritt durch eine alltagstaugliche Föhnroutine. Du erfährst, wie du deine Haare vorbereitest, welche Temperatur sinnvoll ist, warum die Luftstromrichtung so wichtig ist und wie du je nach Wunsch mehr Volumen oder ein glatteres Finish bekommst.
1. Haare richtig auf das Föhnen vorbereiten
Ein gutes Föhnergebnis beginnt tatsächlich schon, bevor du den Föhn einschaltest.
Das klingt unspektakulär, macht aber einen enormen Unterschied. Sind die Haare noch tropfnass, stark verknotet oder mit viel zu viel Pflegeprodukt beschwert, wird selbst die beste Föhntechnik unnötig schwierig.
Nasse Haare nicht sofort mit voller Hitze bearbeiten
Nach dem Waschen solltest du zunächst überschüssiges Wasser vorsichtig entfernen.
Und mit „vorsichtig“ ist wirklich vorsichtig gemeint.
Die Haare kräftig mit einem Handtuch trocken zu rubbeln, ist zwar schnell, kann die Haaroberfläche aber unnötig aufrauen. Anschließend wundert man sich dann über Frizz und abstehende Härchen.
Besser funktioniert folgende Vorgehensweise:
Drücke das Wasser zunächst mit den Händen sanft aus den Längen. Danach legst du ein weiches Handtuch um die Haare und drückst auch damit vorsichtig die Feuchtigkeit heraus.
Mikrofaserhandtücher oder weiche Baumwollstoffe sind angenehm, zwingend notwendig sind sie allerdings nicht. Entscheidend ist vor allem, dass du nicht wild rubbelst.
Wenn es deine Zeit erlaubt, kannst du das Haar anschließend einige Minuten antrocknen lassen.
Denn je weniger Wasser der Föhn entfernen muss, desto kürzer brauchst du Wärme.
Bevor du mit einer Bürste durch die nassen Längen gehst, entwirre das Haar vorsichtig.
Beginne an den Spitzen und arbeite dich Stück für Stück nach oben. Wer direkt am Ansatz ansetzt und dann versucht, alle Knoten in einem Zug nach unten zu ziehen, produziert meistens vor allem eines: Ziepen.
Bei lockigem oder sehr strukturiertem Haar kann die passende Vorgehensweise anders aussehen. Hier wird häufig bereits unter der Dusche oder im nassen Zustand mit viel Gleitfähigkeit entwirrt, damit die natürliche Lockenstruktur möglichst wenig gestört wird.
Für glattes und leicht welliges Haar eignet sich ein grobzinkiger Kamm oder eine Entwirrbürste meist gut.
Jetzt kommt der Hitzeschutz.
Wenn du deine Haare regelmäßig föhnst, ist ein Hitzeschutzprodukt sinnvoll. Verteile es entsprechend der Herstellerangaben vor allem dort, wo die warme Luft später auf das Haar trifft.
Und bitte nicht nach dem Motto: Viel hilft viel.
Eine zu große Menge Pflege und Stylingprodukte kann feines Haar beschweren. Dann wunderst du dich später, warum der Ansatz trotz Rundbürste kaum Volumen bekommt.
Bei sehr trockenen Haaren kann zusätzlich eine kleine Menge Leave-in-Pflege in den Längen hilfreich sein. Bei feinem Haar reicht dagegen häufig ein leichter Hitzeschutz völlig aus.
Ein häufiger Fehler passiert übrigens schon hier: Haaröl wird großzügig am Ansatz verteilt.
Für trockene Spitzen kann Öl wunderbar sein. Direkt an der Kopfhaut lässt es feines Haar dagegen schnell fettig und platt aussehen.
Also lieber sparsam bleiben.
2. Mit Temperatur, Abstand und Luftstrom richtig föhnen
Jetzt darf der Föhn endlich eingeschaltet werden.
Und nein – die höchste Temperaturstufe muss nicht automatisch die beste sein.
Mehr Hitze bedeutet zunächst einmal nur mehr Hitze. Nicht zwangsläufig ein schöneres Ergebnis.
Viele moderne Föhne bieten mehrere Temperatur- und Gebläsestufen. Genau das solltest du nutzen.
Die richtige Grundtechnik macht den größten Unterschied
Beginne zunächst ohne Rundbürste.
Das Haar muss nicht schon ab der ersten Sekunde Strähne für Strähne gestylt werden. Trockne es zunächst grob vor, bis es nur noch leicht feucht ist.
Dabei kannst du mit den Fingern durch den Ansatz fahren und die Haare locker anheben.
Halte den Föhn nicht dauerhaft wenige Zentimeter von einer einzigen Stelle entfernt. Bewege ihn und halte etwas Abstand zur Kopfhaut.
Eine mittlere Temperatur ist für den normalen Föhnvorgang häufig vollkommen ausreichend. Sehr hohe Hitze kannst du, wenn überhaupt, gezielt und kurz verwenden.
Besonders wichtig ist die Richtung des Luftstroms.
Wenn du glatteres, ruhiger fallendes Haar möchtest, sollte die Luft möglichst vom Ansatz in Richtung Spitzen geführt werden.
Warum?
Die äußere Haarstruktur liegt vereinfacht gesagt wie kleine Schuppen übereinander. Führst du den Luftstrom in Wuchsrichtung, kann die Oberfläche glatter wirken und das Licht gleichmäßiger reflektieren.
Föhnst du dagegen ständig von unten nach oben und kreuz und quer durch die Haare, entsteht leichter ein aufgeplusterter Effekt.
Das kann gewollt sein, wenn du viel Volumen möchtest. Für ein glattes Finish ist es allerdings eher kontraproduktiv.
Eine Föhndüse – häufig Konzentrator genannt – hilft dabei, den Luftstrom gezielter auszurichten.
Dieses schmale Aufsatzstück liegt bei vielen Föhnen ohnehin dabei und fristet trotzdem erstaunlich oft sein Dasein irgendwo hinten in einer Badezimmerschublade.
Dabei ist es gerade beim Styling mit Bürste ziemlich nützlich.
Ohne Düse verteilt sich die Luft breiter. Mit Düse kannst du einzelne Haarpartien wesentlich präziser bearbeiten.
Trockne zunächst den Ansatz und anschließend die Längen. Die Spitzen brauchen meist weniger direkte Hitze als der Ansatz und sollten deshalb nicht minutenlang bearbeitet werden.
Und wann kommt die Bürste ins Spiel?
Erst wenn das Haar ungefähr zu 70 bis 80 Prozent trocken ist, lohnt es sich meistens, mit dem eigentlichen Styling zu beginnen.
Dann musst du nicht jede tropfnasse Strähne zehnmal über die Rundbürste ziehen.
Das spart Zeit – und Nerven.
3. Mehr Volumen oder glatte Haare: So veränderst du das Ergebnis
Bis hierhin ging es um die grundlegende Föhntechnik. Jetzt wird es interessanter.
Denn dieselben Haare können nach dem Föhnen völlig unterschiedlich aussehen, je nachdem, wie du sie während des Trocknens führst.
Möchtest du einen glatten, ruhigen Look? Oder soll der Ansatz möglichst viel Volumen bekommen?
Beides ist möglich.
Volumen entsteht vor allem am Ansatz
Wenn du mehr Volumen möchtest, solltest du dich nicht ausschließlich auf die Spitzen konzentrieren.
Der Ansatz entscheidet wesentlich stärker darüber, ob die Frisur am Ende voll oder platt wirkt.
Eine einfache Methode funktioniert sogar ohne Rundbürste.
Neige den Kopf leicht zur Seite und föhne den Ansatz entgegen seiner natürlichen Fallrichtung. Haare, die normalerweise nach rechts fallen, werden während des Trocknens kurz nach links geführt – und umgekehrt.
Dadurch richten sich die Ansätze stärker auf.
Du kannst einzelne Partien auch mit den Fingern anheben und gezielt von unten am Ansatz trocknen. Aber Achtung: Für das endgültige Finish sollte der Luftstrom wieder stärker in Richtung Haarlängen verlaufen, sonst kann die Oberfläche unruhig aussehen.
Noch kontrollierter funktioniert Volumen mit einer Rundbürste.
Teile dafür das Haar in überschaubare Partien.
Du musst keine perfekten Friseursektionen ziehen. Ein paar Clips helfen aber dabei, dass dir nicht ständig bereits trockene Haare in die nächste Strähne fallen.
Setze die Rundbürste unterhalb der Haarsträhne möglichst nah am Ansatz an. Ziehe die Partie etwas vom Kopf weg und richte den Luftstrom darauf.
Bewege Bürste und Föhn gemeinsam langsam in Richtung Spitzen.
Wichtig: Der Föhn sollte nicht minutenlang direkt an derselben Stelle bleiben.
Für mehr Ansatzvolumen kannst du die Strähne zunächst etwas nach oben ziehen und den Ansatz in dieser Position trocknen.
Wenn deine Haare nach dem Föhnen immer sofort wieder zusammenfallen, gibt es einen hilfreichen Trick: Lass die Strähne kurz abkühlen, bevor du sie loslässt.
Haare verändern ihre Form nicht nur durch Wärme, sondern das Abkühlen hilft dabei, die gestylte Form zu stabilisieren.
Genau deshalb besitzen viele Föhne eine Kaltlufttaste.
Die ist nicht nur Dekoration.
Ein kurzer Kaltluftstoß am Ende einer gestylten Strähne kann helfen, das Ergebnis zu fixieren.
Für ein besonders glattes Ergebnis funktioniert die Technik ähnlich, allerdings ziehst du die Haare weniger stark nach oben und führst sie kontrolliert nach unten.
Wenn du dein fertig geföhntes Haar anschließend unkompliziert stylen möchtest, findest du in unserem Beitrag Einfache Frisuren für jeden Tag passende Ideen für schnelle Alltagslooks.
Bei diesem Look ist die Föhndüse besonders hilfreich.
Setze sie so an, dass der Luftstrom der Bürste vom Ansatz in Richtung Spitzen folgt. Halte die Haarsträhne dabei unter leichter Spannung.
Nicht reißen.
Leichte Spannung reicht.
Je nach Haarstruktur benötigst du vielleicht mehrere Durchgänge. Versuch trotzdem nicht, eine widerspenstige Strähne mit extrem hoher Hitze zu „besiegen“.
Lieber kontrolliert arbeiten.
Bei den Spitzen kannst du die Rundbürste leicht nach innen oder außen drehen. So entscheidest du, ob sie gerade fallen oder einen kleinen Schwung bekommen.
Wenn du anschließend noch stärker definierte Wellen oder Locken möchtest, zeigt dir unser Beitrag Lockenstab richtig benutzen: Anleitung für Anfänger, worauf du beim Styling achten solltest.
Das klingt vielleicht nach Friseurtechnik, ist aber nach einigen Versuchen erstaunlich einfach.
Und ja: Beim ersten Mal verknotet sich die Rundbürste vielleicht einmal in einer Strähne.
Willkommen im Club.
Deshalb solltest du bei langen Haaren nicht zu kleine Bürsten verwenden. Je länger das Haar, desto praktischer kann ein größerer Bürstendurchmesser sein.
4. Häufige Föhnfehler vermeiden und das Styling richtig abschließen
Manchmal liegt das Problem gar nicht daran, dass eine komplizierte Technik fehlt.
Es sind die kleinen Dinge.
Zu nasses Haar. Zu viel Hitze. Falsche Föhnrichtung. Zu viele Produkte. Oder man hört schlicht zehn Minuten zu früh auf.
Denn „fast trocken“ klingt zwar ausreichend, kann beim Styling aber problematisch sein.
Diese Fehler machen das Ergebnis unnötig schwierig
Fehler 1: Das Haar bleibt am Ansatz feucht
Die Längen fühlen sich trocken an, also wird der Föhn ausgeschaltet.
Eine Stunde später fällt die Frisur zusammen.
Oft steckt noch Restfeuchtigkeit am Ansatz. Kontrolliere deshalb besonders die Partien am Hinterkopf und unter dem Deckhaar.
Fehler 2: Maximale Hitze von Anfang bis Ende
Ein heißerer Föhn ist nicht automatisch schneller oder besser.
Arbeite lieber mit einer Temperatur, die für dein Haar angenehm ist, und bewege den Föhn kontinuierlich.
Sehr feines, trockenes oder strapaziertes Haar braucht besonders wenig unnötige Hitze.
Fehler 3: Die Rundbürste kommt viel zu früh zum Einsatz
Mit tropfnassem Haar an einer Bürste zu kämpfen, dauert ewig.
Erst vortrocknen, dann stylen.
Das ist schneller und wesentlich angenehmer.
Fehler 4: Der Luftstrom geht in alle Richtungen
Möchtest du glatteres Haar, führe den Föhn überwiegend von oben nach unten.
Ein chaotischer Luftstrom kann Frizz und abstehende Härchen begünstigen.
Fehler 5: Zu viele Stylingprodukte
Hitzeschutz, Volumenschaum, Leave-in, Öl, Creme, Spray – alles auf einmal?
Kann funktionieren, muss aber nicht.
Gerade bei feinem Haar führt eine solche Produktschichtung schnell dazu, dass das frisch gewaschene Haar bereits nach dem Styling schwer wirkt.
Starte lieber minimalistisch.
Du kannst später immer noch etwas ergänzen.
Fehler 6: Die Haare werden ständig angefasst
Das passiert fast automatisch.
Fertig geföhnt, einmal durchs Haar. Dann noch einmal. Kurz später wieder.
Je häufiger du am fertigen Ansatz herumfährst, desto schneller kann er zusammenfallen oder nachfetten.
Nach dem Styling also möglichst in Ruhe lassen.
Zum Abschluss kannst du die Haare mit kühler Luft durchgehen.
Wenn du Glanz möchtest, gib anschließend höchstens eine winzige Menge Haaröl in die Spitzen. Reibe das Produkt zunächst zwischen den Handflächen und streiche dann sehr vorsichtig über die unteren Längen.
Der Ansatz bleibt frei.
Bei mehr Volumen kann ein leichtes Textur- oder Volumenspray sinnvoll sein.
Auch hier: wenig.
Wenn du anschließend das Gefühl hast, du brauchst noch etwas, kannst du nachlegen.
Andersherum wird es schwieriger.
Häufige Fragen zum richtigen Föhnen
Sollte man Haare überhaupt föhnen oder lieber lufttrocknen lassen?
Beides kann funktionieren. Entscheidend ist, wie du mit deinem Haar umgehst. Beim Föhnen solltest du übermäßige Hitze vermeiden und etwas Abstand halten. Lufttrocknen ist wiederum nicht automatisch für jede Frisur die praktischste Lösung, besonders wenn das Haar sehr lange nass bleibt.
Wie heiß sollte der Föhn eingestellt sein?
Eine mittlere Wärmestufe reicht für viele Haartypen aus. Sehr hohe Hitze ist für den normalen Föhnvorgang oft nicht notwendig. Wenn sich die Luft auf deiner Kopfhaut unangenehm heiß anfühlt, ist das ein ziemlich gutes Zeichen dafür, die Temperatur zu reduzieren oder mehr Abstand zu halten.
Soll ich zuerst den Ansatz oder die Spitzen föhnen?
Konzentriere dich zunächst auf den Ansatz und die mittleren Längen. Die Spitzen trocknen meist schneller und benötigen weniger intensive Wärme.
Wie bekomme ich beim Föhnen mehr Volumen?
Föhne den Ansatz entgegen seiner normalen Fallrichtung, hebe die Haare mit Fingern oder Rundbürste an und lass die gestylte Partie kurz abkühlen, bevor du sie wieder fallen lässt.
Warum werden meine Haare nach dem Föhnen frizzig?
Mögliche Gründe sind ein ungerichteter Luftstrom, zu hohe Hitze, starkes Rubbeln mit dem Handtuch oder eine Haarstruktur, die generell zu Frizz neigt. Ein gerichteter Luftstrom vom Ansatz zu den Spitzen und eine passende Pflege können helfen.
Brauche ich unbedingt eine Rundbürste?
Nein. Für einfaches Trocknen und natürliches Volumen reichen deine Hände oder eine normale Bürste häufig aus. Eine Rundbürste wird vor allem interessant, wenn du stärker formen, glätten oder Schwung erzeugen möchtest.
Wenn du danach lieber mit geflochtenen Looks weiterarbeiten möchtest, findest du unter Einfache Flechtfrisuren für Anfänger weitere unkomplizierte Stylingideen.
Schlussfolgerung: Die richtige Technik ist wichtiger als möglichst viel Hitze
Haare richtig föhnen bedeutet nicht, möglichst lange mit möglichst heißer Luft auf das Haar zu halten.
Eigentlich ist das Gegenteil der Fall.
Eine gute Föhnroutine arbeitet kontrolliert: Wasser vorher vorsichtig entfernen, Haare entwirren, Hitzeschutz verwenden, zunächst vortrocknen und erst danach gezielt stylen.
Wenn du dann noch auf die Richtung des Luftstroms achtest, hast du bereits einen der wichtigsten Schritte verstanden.
Vom Ansatz zu den Spitzen für ein glatteres Finish. Gegen die natürliche Fallrichtung für mehr Volumen am Ansatz. Dazu eine vernünftige Temperatur und etwas Abstand – mehr Geheimwissenschaft steckt zunächst gar nicht dahinter.
Natürlich braucht das Arbeiten mit einer Rundbürste ein bisschen Übung.
Beim ersten Versuch hältst du vermutlich Föhn, Bürste und Haarsträhne gleichzeitig und fragst dich kurz, ob Menschen dafür nicht eigentlich drei Hände bräuchten.
Nach einigen Durchgängen wird die Bewegung aber deutlich natürlicher.
Und du musst auch nicht jeden Morgen ein perfektes Blowout stylen.
An manchen Tagen reicht es völlig, das Haar ordentlich vorzutrocknen, den Ansatz etwas anzuheben und zum Schluss die Längen in Wuchsrichtung glatt zu föhnen.
Das kann bereits einen riesigen Unterschied machen.
Am Ende zählt vor allem, dass deine Föhnroutine zu deinem Haar und deinem Alltag passt.
Wenn zehn Minuten reichen, wunderbar.
Wenn du für einen besonderen Anlass etwas mehr Zeit in Rundbürste und Volumen investieren möchtest, ebenso gut. Inspiration dafür findest du zum Beispiel bei unseren Weihnachtsfrisuren: Festliche Ideen für kurze bis lange Haare.
Denn ein schönes Föhnergebnis entsteht nicht dadurch, dass du jedes Mal maximalen Aufwand betreibst.
Es entsteht dadurch, dass du die wenigen entscheidenden Handgriffe kennst – und genau die irgendwann ganz automatisch machst.

Leonie Mikusch
Über die Autorin
Leonie Mikusch schreibt bei Pimp Your Look über Haarstyling, Stylingmethoden und praktische Haar-Routinen. Sie zeigt, wie sich mit verständlichen Techniken und kleinen Veränderungen unterschiedliche Looks gestalten lassen.

