Herbstfrisuren mit langen, weich gewellten Haaren und warmem Herbst-Look

Herbstfrisuren: Stylische Ideen für die kühlere Jahreszeit

Der Herbst hat modisch schon seinen ganz eigenen Charme. Strickpullover kommen wieder aus dem Schrank, Mäntel ersetzen leichte Jacken und plötzlich darf es bei Farben, Make-up und Accessoires wieder etwas wärmer, satter und gemütlicher werden. Nur die Haare? Die spielen bei diesem Jahreszeitenwechsel manchmal nicht ganz so begeistert mit.

Draußen feuchte Luft, drinnen trockene Heizungsluft, dazu Wind, Schal, Kapuze und irgendwann die erste Mütze. Eben noch saß die Frisur perfekt, fünf Minuten später kleben einzelne Strähnen am Lippenstift und der sorgfältig gestylte Ansatz sieht aus, als hätte er beschlossen, Feierabend zu machen.

Trotzdem ist der Herbst eine fantastische Jahreszeit für Frisuren. Tatsächlich funktionieren jetzt viele Looks besonders gut, die im Hochsommer zu aufwendig oder schlicht zu warm wären. Offene Wellen, lockere Dutts, tiefe Pferdeschwänze, Flechtfrisuren oder elegante Half-up-Looks passen hervorragend zu Pullovern, Blazern, Mänteln und Schals.

Und nein, du musst morgens keine halbe Stunde mit Lockenstab und zehn verschiedenen Stylingprodukten verbringen.

Viele schöne Herbstfrisuren leben gerade davon, dass sie ein bisschen locker und ungezwungen aussehen. Ein paar Strähnen dürfen herausfallen. Der Dutt muss nicht millimetergenau sitzen. Und natürliche Bewegung im Haar ist häufig viel schöner als eine Frisur, bei der sich scheinbar kein einziges Haar bewegen darf.

In diesem Guide schauen wir uns deshalb Herbstfrisuren für unterschiedliche Haarlängen und Situationen an – vom schnellen Alltagslook bis zur eleganteren Variante für den Abend. Außerdem erfährst du, wie deine Frisur trotz Wind, Schal und Mütze möglichst lange gut aussieht.

1. Warum Herbstfrisuren ruhig etwas lockerer sein dürfen

Im Sommer dreht sich beim Haarstyling häufig alles um eine Frage: Wie bekomme ich meine Haare aus dem Gesicht und vom Nacken?

Im Herbst ändert sich das. Jetzt darf das Haar wieder offener fallen, mehr Struktur bekommen und zum gesamten Outfit gehören. Gerade Wellen und weich gestylte Frisuren wirken zusammen mit Strick, Leder, Jeans, Wollmänteln und warmen Herbstfarben besonders harmonisch.

Dabei muss eine Herbstfrisur keineswegs kompliziert sein.

Natürliche Bewegung statt perfekter Hochglanzfrisur

Dieser leicht unperfekte Look ist im Herbst fast schon ein Vorteil. Haare dürfen Struktur zeigen. Ein lockerer Pferdeschwanz darf ein paar herausfallende Strähnen haben und selbst bei einem Dutt muss nicht jedes Härchen glatt nach hinten geklebt werden.

Das macht die Frisur nicht nur entspannter, sondern auch alltagstauglicher.

Wenn draußen der erste kräftige Windstoß kommt, musst du schließlich nicht sofort denken: „Na toll, jetzt ist alles kaputt.“

Bei einem bewusst lockeren Styling fällt eine kleine Veränderung nämlich kaum auf.

Besonders schön funktioniert dieser Ansatz bei sanften Wellen. Sie sehen elegant genug für Büro oder Restaurant aus, wirken aber gleichzeitig nicht übertrieben gestylt.

Wenn dein Haar von Natur aus leicht wellig ist, musst du häufig nur die vorhandene Struktur unterstützen. Etwas Stylingcreme oder ein leichtes Texturspray kann bereits genügen. Glattes Haar lässt sich dagegen mit Lockenstab, Glätteisen oder einer Warmluftbürste in Bewegung bringen.

Wenn du dafür einen Lockenstab verwenden möchtest, findest du in „Lockenstab richtig benutzen: Anleitung für Anfänger“ eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Wichtig ist dabei weniger, dass jede Welle exakt gleich aussieht. Gerade unterschiedlich fallende Strähnen sorgen für einen natürlicheren Effekt.

Die Frisur sollte zum Herbst-Outfit passen

Haare und Kleidung werden gern getrennt betrachtet. Dabei beeinflussen sie sich optisch ziemlich stark.

Ein hoher, strenger Pferdeschwanz kann zu einem sportlichen Look fantastisch aussehen. Zu einem weichen Oversize-Pullover und einem langen Mantel wirkt dagegen ein tiefer, lockerer Pferdeschwanz häufig harmonischer.

Auch der Ausschnitt spielt eine Rolle.

Trägst du Rollkragen, Schal oder einen großen Kragen, kann eine Hochsteckfrisur angenehm sein, weil das Haar nicht ständig zwischen Kleidung und Hals gerät. Bei einem offenen Blazer oder einer schlichten Bluse können dagegen weiche Wellen besonders schön wirken.

Du musst deswegen natürlich nicht morgens zuerst ein komplettes Stylingkonzept zeichnen.

Meist reicht eine einfache Frage: Soll die Frisur heute eher lässig, romantisch, elegant oder praktisch wirken?

Wenn du diese Richtung kennst, wird die Entscheidung viel leichter.

Passende Kombinationen aus Mänteln, Pullovern, Schuhen, Accessoires und saisonalen Farben findest du künftig auch bei Pimp Your Style rund um Herbst-Outfits und Herbstfarben. Dort kannst du dein Outfit auswählen und anschließend die Frisur passend dazu abstimmen.

Herbstfarben können sich auch in Haaraccessoires wiederfinden

Herbstliches Styling bedeutet nicht, dass deine Haare plötzlich kupferrot gefärbt werden müssen.

Schon kleine Accessoires können den Look verändern.

Eine Haarspange in Schildpatt-Optik, ein Samtband in Bordeaux, ein dunkles grünes Scrunchie oder eine schlichte goldfarbene Spange passen wunderbar zur Jahreszeit.

Dabei solltest du es allerdings nicht übertreiben. Eine auffällige Spange wirkt meist stärker, wenn sie tatsächlich der einzige Blickfang im Haar bleibt.

Besonders praktisch sind Haaraccessoires übrigens an Tagen, an denen die Frisur einfach nicht so möchte wie du.

Ein paar Strähnen abteilen, hinten zusammennehmen, schöne Spange hinein – fertig.

Sieht geplant aus. Muss ja niemand wissen, dass ursprünglich etwas völlig anderes vorgesehen war.

Für noch mehr unkomplizierte Varianten findest du bei „Einfache Frisuren für jeden Tag“ weitere schnelle Ideen mit Pferdeschwanz, Dutt, Half-up-Looks und Haaraccessoires.

2. Einfache Herbstfrisuren für Alltag, Büro und Freizeit

Morgens sind zehn zusätzliche Minuten im Bad theoretisch eine wunderbare Idee. Praktisch gewinnt dann doch häufig der Kaffee.

Deshalb müssen gute Herbstfrisuren vor allem eines sein: machbar.

Eine Frisur, die nur funktioniert, wenn du zwanzig Haarnadeln, drei Spiegel und die Geduld einer Restauratorin besitzt, wird vermutlich nicht dein täglicher Begleiter.

Lockere Wellen für einen unkomplizierten Herbstlook

Wellen gehören zu den vielseitigsten Herbstfrisuren überhaupt.

Sie funktionieren bei mittellangem und langem Haar, können glamourös oder völlig lässig wirken und passen zu fast jedem Anlass.

Der Trick für natürliche Wellen besteht darin, sie nicht zu perfekt zu machen.

Falls du einen Lockenstab verwendest, kannst du unterschiedlich breite Strähnen nehmen und die Locken nach dem Auskühlen vorsichtig mit den Fingern lösen. So entstehen keine steifen Korkenzieherlocken, sondern weich fallende Bewegungen.

Noch unkomplizierter wird es, wenn du deine Haare abends leicht feucht flechtest und morgens wieder öffnest. Das Ergebnis hängt stark von deiner Haarstruktur ab, kann aber gerade für einen lockeren Alltagslook richtig schön aussehen.

Etwas Haaröl ausschließlich in den Spitzen gibt anschließend Glanz, ohne den Ansatz unnötig zu beschweren.

Möchtest du das Styling als kompletten Herbstlook aufbauen, kannst du dazu warme Make-up-Töne verwenden. Passende Ideen findest du in unserem Beitrag „Herbst-Make-up: Warme Farben und elegante Looks“.

Bronze, Braun oder ein dezenter Beerenton zusammen mit weichen Wellen ergeben zum Beispiel einen Look, der sofort herbstlich wirkt, ohne dass er verkleidet aussieht.

Der tiefe Pferdeschwanz: schnell, elegant und unterschätzt

Ein Pferdeschwanz klingt zunächst nicht gerade spektakulär.

Aber der Unterschied zwischen „Haare irgendwie zusammengebunden“ und einer bewusst gestylten Variante ist erstaunlich groß.

Für eine elegante Herbstversion sitzt der Pferdeschwanz tief im Nacken. Ziehe das Haar nicht übermäßig straff zurück, sondern lasse am Ansatz etwas Volumen stehen.

Wenn du möchtest, kannst du vorne ein oder zwei dünne Strähnen lösen.

Besonders schön wirkt der Look, wenn du eine kleine Haarsträhne aus dem Pferdeschwanz nimmst und damit das Haargummi umwickelst. Das Ende wird unsichtbar mit einer Haarnadel befestigt.

Schon sieht die Frisur deutlich aufwendiger aus, obwohl du vielleicht zwei Minuten länger gebraucht hast.

Bei gewelltem Haar erhält der Pferdeschwanz mehr Volumen und wirkt romantischer. Glattes Haar macht ihn dagegen geradliniger und moderner.

Auch für das Büro ist diese Variante ziemlich ideal, weil das Haar aus dem Gesicht bleibt, ohne dass die Frisur streng wirkt.

Wenn du für mehr Volumen und ein gepflegtes Ausgangs-Styling sorgen möchtest, findest du in „Haare richtig föhnen: Schritt für Schritt zu einem schönen Ergebnis“ die passende Föhnroutine.

Der lockere Dutt für Schal- und Manteltage

Manche Kombinationen sind im Herbst einfach nervig.

Lange offene Haare plus Wollschal gehört definitiv dazu.

Das Haar verfängt sich unter dem Schal, wird elektrisch, verknotet sich im Nacken und spätestens beim Ausziehen der Jacke sieht plötzlich alles anders aus als vorher.

An solchen Tagen ist ein lockerer Dutt Gold wert.

Setze ihn entweder tief in den Nacken oder etwas höher am Hinterkopf. Drehe die Haare locker ein und befestige sie mit Haargummi und einigen wenigen Nadeln.

Bitte nicht zwanzigmal nachbessern, bis jedes einzelne Haar perfekt sitzt.

Der Charme dieses Looks besteht gerade darin, dass er etwas weich und mühelos aussieht.

Bei feinem Haar kannst du den Pferdeschwanz vor dem Eindrehen vorsichtig auflockern. Dadurch bekommt der Dutt optisch mehr Volumen.

Und wenn zwei kleine Strähnen neben dem Gesicht herausfallen? Umso besser.

3. Herbstfrisuren mit Flechtungen, Half-up-Looks und Mützen

Sobald die Temperaturen fallen, kommen Mützen und Kapuzen ins Spiel. Damit beginnt für viele die eigentliche Stylingherausforderung.

Denn was morgens schön aussieht, soll idealerweise nach dem Abnehmen der Mütze nicht vollständig verschwunden sein.

Genau deshalb funktionieren bestimmte Frisuren im Herbst besser als andere.

Half-up-Frisuren für mittellange und lange Haare

Bei einer Half-up-Frisur bleibt ein Teil der Haare offen, während die oberen Partien hinten zusammengebunden oder festgesteckt werden.

Das ist praktisch, weil die Haare nicht ständig ins Gesicht fallen, du aber trotzdem den Effekt von offenem Haar behältst.

Eine ganz einfache Variante funktioniert so: Nimm auf beiden Seiten oberhalb der Ohren jeweils eine Strähne, führe beide nach hinten und befestige sie mit einer kleinen Spange.

Das dauert kaum länger als eine Minute.

Etwas verspielter wird der Look, wenn du die seitlichen Strähnen vorher leicht eindrehst.

Für einen eleganteren Effekt kannst du den offenen Teil des Haares zusätzlich in sanfte Wellen legen.

Diese Frisur passt wunderbar zu Herbstspaziergang, Cafébesuch, Büro oder Date. Vor allem ist sie flexibel genug, um nicht nach „besonderer Anlass“ auszusehen, obwohl sie deutlich interessanter wirkt als einfach nur offene Haare.

Flechtfrisuren für windige Herbsttage

Flechtfrisuren sind praktisch, sobald es draußen ungemütlicher wird.

Das Haar bleibt kontrollierter zusammen und kann nicht bei jedem Windstoß komplett durch das Gesicht fliegen.

Ein lockerer seitlicher Flechtzopf ist dafür wahrscheinlich die einfachste Lösung.

Er muss gar nicht perfekt eng geflochten sein. Ziehst du die einzelnen Schlaufen nach dem Flechten vorsichtig etwas auseinander, wird der Zopf breiter und sieht voller aus.

Auch zwei dünne seitliche Flechtsträhnen, die hinten zusammenlaufen, funktionieren gut.

Wer etwas geübter ist, kann französische oder holländische Flechttechniken ausprobieren. Für einen schönen Herbstlook sind diese komplizierteren Varianten aber keineswegs Pflicht.

Ein normaler Drei-Strähnen-Zopf kann mit einem Samtband oder einem dezenten Scrunchie bereits völlig anders wirken.

Wenn du beim Flechten noch etwas Übung brauchst, findest du in „Einfache Flechtfrisuren für Anfänger“ weitere unkomplizierte Ideen.

Besonders hübsch ist außerdem die Kombination mit einem passenden Nagellook. Bordeaux, Braun, dunkles Grün, Rostrot oder warme Nude-Töne können sich in Accessoires und Nägeln wiederholen. Inspiration dafür findest du bei Pimp Your Nail zu Herbstnägeln und herbstlichen Nagelfarben.

So entsteht ein abgestimmter Gesamtlook, ohne dass Haarspange, Pullover, Lippenstift und Nagellack exakt dieselbe Farbe haben müssen.

Welche Frisur funktioniert unter einer Mütze?

Hier kommt die vielleicht wichtigste Herbstregel: Wenn du weißt, dass du längere Zeit eine Mütze tragen wirst, solltest du keine Frisur wählen, deren gesamter Effekt am Oberkopf sitzt.

Ein hoher Dutt unter einer engen Strickmütze? Schwierig.

Großes Ansatzvolumen? Danach vermutlich Geschichte.

Besser funktionieren offene Wellen, tiefe Pferdeschwänze und niedrige Flechtzöpfe.

Setze die Mütze außerdem nicht auf noch warmes Haar, wenn du gerade mit Föhn oder Stylinggerät gearbeitet hast. Warmes Haar verändert seine Form leichter. Wartest du einige Minuten, bevor die Mütze aufgesetzt wird, hat die Frisur bessere Chancen.

Nach dem Abnehmen solltest du nicht sofort mit einer Bürste durch alles hindurchgehen.

Meist genügt es, den Ansatz mit den Fingern vorsichtig anzuheben und die Haare leicht aufzuschütteln.

Ein kleiner Kamm oder eine Mini-Haarbürste in der Tasche kann trotzdem hilfreich sein. Aber bitte nicht hektisch das gesamte Styling auseinanderbürsten – manchmal macht man damit mehr kaputt als ganz.

4. So bleiben Herbstfrisuren trotz Wind und Wetter schön

Herbst bedeutet nicht nur goldene Blätter und gemütliche Pullover. Leider gehören Nieselregen, Wind und Luftfeuchtigkeit ebenfalls zum Paket.

Deshalb entscheidet im Herbst häufig nicht die Frisur selbst darüber, wie lange sie hält, sondern die Vorbereitung.

Feuchtigkeit und Frizz kontrollieren, ohne das Haar zu verkleben

Bei feuchtem Wetter reagieren viele Haare sofort.

Glattes Haar bekommt plötzlich Bewegung, Locken entwickeln ein überraschendes Eigenleben und kleine Härchen rund um den Ansatz stellen sich auf.

Dagegen hilft nicht unbedingt möglichst viel Haarspray.

Zu viele Stylingprodukte können das Haar beschweren und dafür sorgen, dass die Frisur steif aussieht.

Besser ist eine Kombination aus guter Haarpflege und gezieltem Styling.

Wenn deine Spitzen trocken sind, kann eine kleine Menge Leave-in-Pflege oder Haaröl helfen. Bei frizzanfälligem Haar eignen sich zusätzlich Produkte, die die Oberfläche glätten.

Wichtig: Beginne immer mit wenig Produkt.

Vor allem feines Haar sieht schnell fettig oder strähnig aus, wenn du zu großzügig bist.

Haarspray solltest du ebenfalls nicht aus fünf Zentimetern Entfernung direkt auf den Kopf sprühen. Ein feiner Nebel mit etwas Abstand reicht häufig völlig.

Schal, Kragen und Mantel bei der Frisur mitdenken

Manchmal ist nicht das Wetter der größte Feind der Frisur, sondern der eigene Mantel.

Besonders lange Haare geraten ständig zwischen Schal und Kragen. Dadurch entstehen Reibung, Knoten und statisch aufgeladene Strähnen.

Wenn du einen großen Schal trägst, sind hochgesteckte oder seitlich gebundene Haare deshalb besonders praktisch.

Alternativ kannst du lange Haare bewusst über eine Schulter legen, statt sie hinten zwischen Schal und Jacke einzuklemmen.

Bei hohen Kragen sieht ein tiefer Pferdeschwanz zwar schön aus, kann aber genau auf dem Stoff aufliegen und sich dadurch ständig verschieben. Ein etwas höher gesetzter Dutt ist dann eventuell die bessere Wahl.

Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht im Alltag aber erstaunlich viel aus.

Vom Tageslook zur eleganten Abendfrisur

Ein Herbsttag endet ja nicht zwingend nach der Arbeit.

Vielleicht geht es anschließend ins Restaurant, zu einer Feier oder zu einem Treffen. Dann wäre es ziemlich praktisch, nicht noch einmal komplett von vorne anfangen zu müssen.

Genau hier sind einfache Grundfrisuren ideal.

Offene Wellen kannst du abends beispielsweise auf einer Seite mit einer auffälligen Spange zurücknehmen. Aus einem tiefen Pferdeschwanz wird durch leichtes Eindrehen und einige Haarnadeln ein eleganter Dutt.

Eine Half-up-Frisur lässt sich durch mehr Volumen am Hinterkopf und ein schönes Accessoire ebenfalls schnell aufwerten.

Dazu darf das Make-up etwas stärker werden.

Ein kräftigerer Lippenstift oder ein intensiverer Augenlook kann bereits genügen, damit dieselbe Frisur deutlich festlicher wirkt.

Wenn du später im Jahr noch einen festlicheren Haarlook suchst, findest du bei „Weihnachtsfrisuren: Festliche Ideen für kurze bis lange Haare“ weitere Inspiration.

Und wenn du jetzt denkst: Aber was mache ich im Winter, wenn Mützen, Schals und trockene Heizungsluft noch stärker zum Thema werden?

Auch dafür geht es weiter. Ergänzend folgen natürlich auch Frisuren, die mit den typischen Winterbedingungen klarkommen.

Welche Herbstfrisur passt zu welcher Haarlänge?

Viele Frisuren lassen sich flexibler anpassen, als man zunächst denkt.

Bei kurzen Haaren kannst du beispielsweise mit Textur arbeiten, einzelne Partien seitlich zurückstecken oder mit kleinen Haarspangen Akzente setzen. Ein Pixie oder kurzer Bob braucht schließlich keinen Dutt, um herbstlich gestylt zu wirken.

Bei einem Bob oder Long Bob funktionieren sanfte Wellen, ein tiefer Mini-Pferdeschwanz und Half-up-Frisuren besonders gut.

Mittellanges Haar bietet bereits sehr viele Möglichkeiten: Flechtzöpfe, lockere Dutts, Pferdeschwänze und verschiedene Half-up-Looks sind problemlos machbar.

Lange Haare geben dir zwar die größte Auswahl, brauchen bei Wind und Schal allerdings häufig auch etwas mehr Aufmerksamkeit. Gerade Flechtfrisuren und Hochsteckvarianten können dann angenehmer sein als komplett offene Haare.

Und wenn eine Frisur bei dir nicht exakt so aussieht wie auf einem Foto?

Das ist vollkommen normal.

Haarstruktur, Haardichte, Schnitt und Länge verändern das Ergebnis. Eine Frisur sollte deshalb eher als Idee verstanden werden und nicht als Schablone, die du millimetergenau nachbauen musst.

Schlussfolgerung: Die schönsten Herbstfrisuren müssen nicht kompliziert sein

Der Herbst ist eigentlich die perfekte Jahreszeit, um beim Haarstyling etwas entspannter zu werden.

Weiche Wellen, lockere Flechtungen, tiefe Pferdeschwänze, Half-up-Looks und unkomplizierte Dutts passen hervorragend zu den wärmeren Farben und weicheren Materialien der Saison. Gleichzeitig sind sie praktisch genug, um auch mit Wind, Schal und gelegentlichem Nieselregen klarzukommen.

Entscheidend ist dabei weniger, ob jede Strähne perfekt sitzt.

Viel wichtiger ist, dass die Frisur zu deinem Alltag passt.

Wenn du morgens nur fünf Minuten Zeit hast, bringt dir die spektakulärste Hochsteckfrisur wenig. Ein lockerer Pferdeschwanz, zwei herausgezogene Strähnen und eine schöne Haarspange können dann wesentlich sinnvoller sein – und trotzdem richtig gut aussehen.

Hast du etwas mehr Zeit, kannst du mit Wellen, Flechtungen oder einem eleganteren Dutt spielen.

Und genau das macht Herbstfrisuren so vielseitig: Du kannst mit denselben Grundideen völlig unterschiedliche Looks kreieren.

Mal gemütlich und lässig zum Strickpullover. Mal gepflegt fürs Büro. Mal romantisch für einen Herbstspaziergang. Und mal elegant für einen Abend, an dem es ruhig ein bisschen mehr sein darf.

Der wichtigste Stylingtipp bleibt deshalb ganz simpel: Arbeite mit deinen Haaren statt gegen sie.

Wenn sich eine natürliche Welle zeigt, nutze sie. Wenn dein Haar bei feuchtem Wetter sowieso nicht spiegelglatt bleibt, versuche nicht krampfhaft, genau diesen Effekt zu erzwingen. Und wenn der lockere Dutt ein bisschen unordentlich aussieht?

Umso besser.

Denn gerade im Herbst darf eine Frisur so wirken, als wäre sie ganz selbstverständlich entstanden – selbst wenn dahinter vielleicht doch ein paar Haarnadeln und ein kleiner Trick stecken.

Linda Groschwitz

Über die Autorin

Linda Groschwitz schreibt bei Pimp Your Look über Frisuren, Haarschnitte und neue Frisurenideen. Dabei interessieren sie besonders Looks, die sich an Haarlänge, persönlichen Stil und Alltag anpassen lassen.

Mehr über Linda Groschwitz →

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